Heinrich Schmidt-Bisten

Heinrich Schmidt-BistenHeinrich Schmidt-BistenStellvertretend für die vielen konstruktiven Geister sollen einige hervorragende Führungspersön-lichkeiten hier genannt werden, die nicht mehr unter uns weilen. Heinrich Schmidt-Bisten und Toni (Anton) Reidel, Gau-Algesheim, waren nicht allein für den Gau Mittelrhein ein Glücksfall, son-dern wirkten gleichermaßen weit über die Gau-Grenze hinaus. Schmidt-Bisten war der unvergleichliche Schriftführer der DD-Blätter von 1924 bis 1944. Seine unzähligen Beiträge zeugen von außerordentlichem jagdkynologischen Sachverstand und unter ihm waren die DD-Blätter eine sehr beachtete, vereinsübergreifende Fachzeitschrift. Für den Interessierten ist es heute noch ein Genuss, seine und andere von ihm redigierten Artikel zu lesen. Toni Reidel hat die DD-Blätter über Jahrzehnte in seiner Druckerei betreut. Er gehörte zu den treibenden Kräften der ersten Gau-Gründung 1914.

Georg Deichmann

Georg DeichmannGeorg DeichmannGeorg Deichmann, Framersheim, war passionierter Mitstreiter der Vorgenannten und Großonkel unseres gegenwärtigen Ehrenvorsitzenden, Richard Deichmann. Von ihm durfte die noch lebende Generation über die Anfänge des VDD und der Gruppe Mittelrhein viel erfahren - er starb 1974 im gesegneten Alter von 94 Jahren. Alex Lauffs, Unkel am Rhein, Stand als Vorsitzender des Vereins Deutsch-Drahthaar der Gründung von Untergliederungen im Verein aus den oben genannten Gründen zumindest reserviert gegenüber. Dennoch ist sein Name in der Mitgliederliste von 1921 des Gaues Mittelrhein aufgeführt. Auch wenn er sich im Gau selbst wenig engagierte, war er doch einer der hervorragendsten, wenn nicht der hervorragendste Vereinsvorsitzende (von der Gründung 1902 bis 1934). Seine Beiträge in den DD-Blättern zeugen von hoher kynologischer Qualifikation. Kein Geringerer als Friedrich Ostermann schrieb 1951 in den DD-Blättern im Nachruf: „…Gebrauchshundmann, praktischer Züchter, Vereinsführer, Schriftsteller, Wahrheitssucher, Mensch und Charakter? Es ist müßig, diese Fragen in Einzelheiten beantworten zu wollen...“.

Dr. Carl Tabel

mersmann tabel Udo Mersmann, Dr. Carl TabelDas Schicksal verschlug Dr. Carl Tabel 1953 in die Pfalz und damit zur Gruppe Mittelrhein. Ein wesentlicher Teil seines Lebensinhaltes war das Jagen mit dem Hunde. Aus seiner sehr umfangreichen Erfahrung und konzeptionellen Begabung widmete er mehr als 8oo Veröffentlichungen der Ausbildung, Führung und Prüfung von Jagdgebrauchshunden und nicht zuletzt der Zucht des Deutsch-Drahthaar. Auf verschiedenen Gebieten der Jagdkynologie entwickelte sich zwischen ihm und Lenard F. Armbruster, dem „preußischen Amerikaner“, eine enge Zusammenarbeit und Freundschaft. Armbruster war ein außergewöhnlicher Idealist.

Udo Mersmann

Udo Mersmann führte die Gruppe von 1952 bis 1964. Er war ein brillanter Redner, sehr schriftgewandt und vertrat dadurch die Gruppe besonders öffentlichkeitswirksam nach außen. Hernach trat er die Nachfolge des überaus verdienstvollen Friedrich Ostermann als Schriftleiter der DD-Blätter an.

L. F. Armbruster & Fritz Weick

Fritz WeickFritz WeickL. F. ArmbrusterL. F. ArmbrusterEr stiftete in den fünfziger Jahren den bereits genannten „Armbruster-Wanderpreis für die beste DD-Mutter des Jahres“ aus der Erkenntnis der vorrangigen Bedeutung der Mutterhündin für die Zucht sowie das „Armbruster-Halt-Abzeichen“. Letzteres lebt als Leistungszeichen des Jagdgebrauchshundverbandes noch heute nach nahezu 50 Jahren fort.

In dieser Reihe ist auch Fritz Weick,Bellheim, zu nennen. Er wurde zwar über die Grenzen unserer Gruppe nicht so allgemein bekannt, war aber als hervorragender Kenner und Interpret der Hundeseele Mentor für viele Jäger. Durch seine zahlreichen Veröffentlichungen in der jagdkynologischen Presse wurde er der Fachwelt auch außerhalb unserer Gruppe geläufig. Bereits 1953 begann er mit den Abrichtelehrgängen und gilt in der Pfalz als „Vater der Hundeführerlehrgänge“.

Eduard Thelen & Paul Obermeyer

Paul ObermeyerPaul ObermeyerEduard ThelenEduard ThelenIhm folgte nach kurzer Unterbrechung Eduard Thelen 1966 als Vorsitzender der Gruppe, mit der seither längsten Amtszeit von über 16 Jahren. Uneingeschränkte Liebe zur gemeinsamen Sache, Aufrichtigkeit und Durchsetzungsvermögen verschafften ihm den Respekt nicht nur der Vereinsmitglieder. Als Autor der Chronik zu unserem 75. Jubiläum hat er aus vielen Quellen detaillierte Informationen gesammelt und ein lebendiges, kleines Geschichtswerk geschaffen - und sich ein Denkmal. Mit der ältesten Verbandsschweißprüfung, der VSwP „Pfälzerwald“, ist Paul Obermeyer auf das engste verbunden. Von der ersten bis zur dreiunddreißigsten „Pfälzerwald“ war er ihr Prüfungsleiter. Mit seinem Organisationstalent, seinem offensiven Engagement und seiner allseitigen Zuwendungsbereitschaft führte er die Verbandsschweißprüfung „Pfälzerwald“ zu einem Begriff in Deutschland und darüber hinaus. Die sehr anspruchsvolle Prüfung war von der VDD Gruppe Mittelrhein ins Leben gerufen.

Edwin Zwick

Edwin ZwickEdwin ZwickZwischenzeitlich ist sie eine Gemeinschaftsveranstaltung der Gruppe zusammen mit dem Pfälzischen Jagdgebrauchshunde-Verein und der Landesgruppe Rheinland-Pfalz/Saarland des Vereins für deutsche Wachtelhunde. Schließlich soll noch ein Jagdgebrauchshundemann besondere Erwähnung finden, der schon zur „jüngeren“ Generation gehört, zwar kein Mitglied des VDD war, dem dennoch gerade auch die Gruppe Mittelrhein viel zu verdanken hat: Edwin Zwick. Sein plötzlicher Tod während des Verbandstages 2004 in Fulda, wenige Stunden nach der Hauptversammlung des VDD, lastet noch als trauriger Schatten auf all jenen, die ihm besonders verbunden waren. Unsere 44. (Landau) und 50. Hegewald-Zuchtprüfung (Schifferstadt) hat er mit vollem Herzen und persönlichem Einsatz unterstützt. Seine guten Verbindungen zur allgemeinen Presse sowie als Kreisjagdmeister zu vielen Inhabern der Prüfungsreviere waren „Gold wert“.

Sein hervorragender Sachverstand führte unsere und andere Richterfortbildungstagungen zu hohem Niveau. Als Vorsitzender der Stammbuchkommission des Jagdgebrauchshundverbandes genoss er in ganz Deutschland hohes Ansehen. Die meisten der vorgenannten Mitglieder waren - zumindest zeitweise - auch im Vorstand der Gruppe eingebunden. Gleichermaßen standen die übrigen Vorstandsmitglieder in der Verantwortung für das Wohlergehen der DD-Bewegung und insbesondere der VDD Gruppe Mittelrhein. So soll dieser chronologische Überblick mit der Nennung der Vorstände abgeschlossen werden.